Auslaufmodell Lebensversicherung / Rentenversicherung


Es ist noch nicht lange her, da waren Lebensversicherungen und Rentenversicherungen eines der beliebtesten Kapitalanlagemodelle.


Ob jung, oder alt, beinahe jeder hatte einen ganz persönlichen Grund, sich für eine Lebensversicherung zu entscheiden. In nahezu allen Werbesendungen priesen die Versicherungsgesellschaften die tollen Renditen einer Lebensversicherung an. Den Menschen wurde suggeriert, dass quasi keiner um den Abschluss einer Lebensversicherung herum kommt, wenn es darum geht Hinterbliebene abzusichern und zu sparen. Die Lebensversicherung, so hörte man Land auf, Land ab, ist unschlagbar. Wer an niemanden denken musste und für niemanden zu sorgen hatte, entschied sich für eine private Rentenversicherung. Auch hier, so die Versicherungsgesellschaften, kann man mit einer hohen Rendite rechnen. Private Rentenversicherungen sind die Altersvorsorge für den Single, so die Gesellschaften. Grundsätzlich galt, dass sich jeder, als Altersvorsorge, für eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung entscheiden muss. Die Lebensversicherungsgesellschaften nahmen in der Wirtschaft einen immer wichtigeren Platz ein, hatte doch bald jeder Haushalt eine oder mehrere Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen abgeschlossen. Zeitweise hatte man das Gefühl, dass die Menschen untereinander wetteiferten, wer die meisten oder höchsten Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen für sich abgeschlossen hat. Das ging viele Jahrzehnte so. Ein Heer von Vertretern und Maklern bot bis 1990 in den altenBundesländern Lebensversicherungen/Rentenversicherungen an. Dann kam die Wende! Was jetzt geschah, liest sich wie ein Horrorszenario. Tausende und Abertausende von Versicherungsvertreter überfielen die neuen Bundesländer und verkauften Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Die Menschen in den neuen Ländern hatten keine Ahnung, was Ihnen da angeboten wurde. Alle dachten, dass der Abschluss einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung ein Muss ist. In kurzer Zeit, wurden Millionen von Lebens- und Rentenversicherungen verkauft. Die westdeutschen Vertreter gingen mit den Ahnungslosen nicht zimperlich um. Manche wurden zum Abschluss einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung geradezu gezwungen. Wer nicht wollte, wurde beschimpft und beleidigt oder bei den Nachbarn schlecht gemacht. Viele schlossen aus Angst oder Scham eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung ab. Die Menschen wurden mit überhöhten Monatsbeiträgen überfordert und nicht wenige, überschuldeten sich. Den Westdeutschen Gesellschaften war das egal, je mehr Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen geschrieben wurden umso besser. Für die Vertreter wurden Wettbewerbe ausgelobt, hohe Bonifikationen in Aussicht gestellt und nicht wenige erhielten goldene Abzeichen. Manche Vertreter schafften im Monat 40 bis 50 Lebensversicherungs- und Rentenversicherungsverträge. In nächtlichen Saufgelagen lachte man über die einfältigen Ossis und schloss Wetten darüber ab, wer in der nächsten Woche die meisten über den Tisch zieht. Ein dunkler Fleck, auf der vermeintlich reinen Weste der Versicherungsgesellschaften. Aber die westdeutschen Vertreter hatten sich geirrt. Die Ossis waren weder dumm noch einfältig und hatten den Braten schnell gerochen. Sie merkten schnell, dass da etwas nicht stimmen konnte. Aber was machen mit all den Lebensversicherungs- und Rentenversicherungsverträgen? Kommt man da wieder raus, kann man die kündigen? Wer hilft einem und gibt einem Ratschläge? Wie funktioniert die Kündigung einer Lebensversicherung, wie kündigt man eine Rentenversicherung? Und was ist mit meinem Geld? Fragen über Fragen, aber keine Antwort! Die Vertreter hatten sich flugs aus dem Staube gemacht und verbrannte Erde hinterlassen. Die Menschen aber waren verzweifelt. Viele hatten ihre Lebensversicherung oder Rentenversicherung bei der Bank abgetreten, um einen Dispositionskredit zu erhalten. Wie reagiert jetzt die Bank, wenn man seine Lebensversicherung kündigen will? Spielen die da mit, stimmen sie einer Kündigung zu oder setzen sie einem das Messer auf die Brust? Fragen über Fragen, aber keine Antworten. Aber einige hatten doch den Mut Ihre Lebensversicherung oder Rentenversicherung zu kündigen. Sie schickten also der Gesellschaft im Westen ein Kündigungsschreiben. Meist waren es einfache Schreiben, mit der Formulierung „ hiermit kündige ich meine Lebensversicherung“ oder „will ich meine Rentenversicherung zum… kündigen“! Die Antwortschreiben der Gesellschaften waren kurz und nüchtern:------ teilen wir Ihnen mit, dass wir die Kündigung Ihrer Lebensversicherung nicht akzeptieren, oder------dass Ihre Rentenversicherungskündigung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Mit anderen Worten, die Gesellschaften weigerten sich, die Kündigungen von Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen anzuerkennen. Wie war das möglich? Nun, die Gesellschaften bezogen sich auf diverse Paragraphen und Gesetze, aus denen offensichtlich klar hervor ging, wann eine Versicherungskündigung rechtens ist. Wie sollten die Menschen aus den neuen Ländern wissen, wann eine Versicherungskündigung rechtens ist. Niemand hat sie darüber aufgeklärt, was zu tun ist, wenn man die Beiträge für die Lebensversicherung oder Rentenversicherung nicht mehr aufbringen kann. Niemand hat ihnen gezeigt, wie ein Schreiben für eine Rentenversicherungskündigung auszusehen hat und niemand war an ihrer Seite, um eine Lebensversicherungskündigung zu formulieren. Die Menschen wurden einfach alleine gelassen. Ein dunkles Kapitel, in der Geschichte der deutschen Lebensversicherungen. Die Kündigungsschreiben häuften sich und die Gesellschaften kamen nicht mehr umhin, die Kündigungen anzunehmen. Wer aber glaubte, dass sich jetzt alles zum Guten wenden würde, wurde bitter enttäuscht. Ein karger Zweizeiler der Versicherungsgesellschaft, dass man die Kündigung angenommen hat, das war es. Und was ist mit den einbezahlten Beiträgen? Von wem erhalte ich mein Geld zurück? Die Menschen waren konsterniert und verzweifelt! Irgendjemand hörte den Ausdruck „Rückkaufswert“. In Windeseile verbreitete sich das Wort und die Menschen schöpften wieder Hoffnung. Wann bekomme ich meinen Rückkaufswert und wie hoch fällt er aus? Die nüchterne Antwort der Gesellschaften, „—ein Rückkaufswert fällt bei Ihrem Versicherungsvertrag nicht an“! Keine Erklärung, keine Berechnung, kein Hinweis, einfach nichts. Was aber hätten die Gesellschaften auch schreiben sollen? Hätten sie den ohnehin verzweifelten Menschen sagen sollen, dass das von Ihnen einbezahlte Geld verbraucht ist. Dass die gesamten, einbezahlten Beiträge für Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Risikobeiträge draufgegangen sind? Wer hätte verstanden, dass es in den ersten Jahren überhaupt keinen Rückkaufswert gibt und wer hätte Verständnis dafür gehabt, dass es Jahre dauert, bis in der Lebensversicherung oder Rentenversicherung überhaupt etwas angespart wird? Rückkaufswert, was für ein Wort. Was muss der Versicherte denn zurückkaufen, sein eigenes Geld? Nein, er soll und muss für die Unverschämtheit bezahlen, dass er es wagte eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung abzuschließen. Er hätte doch von Anfang an wissen müssen, dass Vertreter auch nur Menschen sind und leben müssen, dass die aufgeblähten Verwaltungen bei den Versicherungsgesellschaften Geld kosten, viel Geld kosten und dass die Vorstände ein Recht darauf haben, ordentlich bezahlt zu werden. Woher glauben denn diese einfältigen Kunden, dass das Geld dafür herkommt? Wer soll den das alles bezahlen, doch wohl er, der Kunde. Nein, es hätte keinen Sinn gehabt, die Menschen hätten die Gesellschaften in der Tat nicht verstanden. So gingen denn weit über 90% all dieser Menschen leer aus. Ihr Geld war weg, aufgebraucht, es war einfach nichts mehr da. Es gab keinen Rückkaufswert, aus basta! Was aber war das Ende vom Lied? Die Menschen in den Neuen Ländern hatten die Nase voll, verschenkten quasi ihr Geld, weil keiner da war der ihnen geholfen hat und sie stellten die Beitragszahlungen ein. Das Ergebnis war eine Stornowelle von ungeahntem Ausmaß! Und weil die Provisionen der Vertreter von den Gesellschaften bevorschusst wurden, diese aber die Vorschüsse, wegen Geldmangel, nicht mehr zurückzahlen konnten, hob bei den Gesellschaften ein Wehklagen wegen entgangener Gewinne an. Um nicht Pleite zu gehen, mussten einige Gesellschaften die Renditen für alle Lebensversicherungen und Rentenversicherung drastisch kürzen. Das aber ging jetzt alle Verträge an. Egal ob im Westen oder Osten. Die Rückkaufswerte wurden noch geringer, die Zeitspanne in der es überhaupt keine Rückkaufswerte gab, wurde noch mehr gedehnt und die Annahme von Kündigungen, hauptsächlich bei Lebensversicherungen und Rentenversicherungen, wurde entweder verweigert oder künstlich in die Länge gezogen. An dieser Vorgehensweise der Gesellschaften hat sich bis heute nichts geändert. Immer noch werden keine oder zu geringe Rückkaufswerte ausbezahlt. Immer noch verkauft ein Heer von schlecht geschulten Vertretern unsinnige Kapitallebensversicherungen. Immer noch wird den Leuten suggeriert, dass eine private Rentenversicherung eine gute Kapitalanlage ist. Verbraucherschützer im ganzen Land werden nicht müde, vom Abschluss einer Kapitallebensversicherung abzuraten und weißen darauf hin, dass es besser ist, eine bestehende Kapitallebensversicherung zu kündigen. Wird eine solche Kündigung in der richtigen Form durchgeführt, fällt ein Rückkaufwert womöglich höher aus. Kündigungen von Lebensversicherungen und Rentenversicherungen welche durch eine juristische Person veranlasst werden, erzielen in vielen Fällen einen höheren Rückkaufswert als eigen veranlasste Kündigungen. Allerdings muss man bedenken, dass die Einschaltung eines Rechtsanwaltes mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Als Alternative hierzu gibt es das Projekt CiaoLV.

CiaoLV ist ein Prozessfinanzierungs- und Prozessbetreuungsprojekt und hat sich auf die Auseinandersetzung mit Versicherungsgesellschaften spezialisiert und das alles für eine geringe Prüf- und Bearbeitungsgebühr.


www.ciaolv.de

Lebensversicherung Rückkaufswert Rechner