Presse

CiaoLV zur Kapitallebensversicherung Feruar 2008


Eine Lebensversicherung ist faktisch eine Kombination aus Risikolebensversicherung und Sparvertrag. Genauso wird Ihr Lebensversicherungsbeitrag aufgeteilt:

Ihr Monatsbeitrag = Risikoanteil +
                             Verwaltungskostenanteil+
                             Vertreterprovision+
                             Sparanteil

Nur der Sparanteil, gleich Deckungskapital, wird verzinst.

Seit 01.01.2007 sank der Garantiezins auf magere 2,25 Prozent. Ob es am Ende noch einen Überschuss gibt, entscheidet die Versicherungsgesellschaft.

Auch aus steuerlichen Gründen ist der Abschluss einer klassischen Lebensversicherung nicht mehr sinnvoll. Die Beweggründe, die für eine Kapitallebensversicherung sprechen, lassen sich durch eine strikte Trennung von Todesfallrisiko und Altersvorsorge besser und weit kostengünstiger absichern. Denn Hinterbliebenen- und Altersvorsorge sollten nicht vermischt werden. Eine günstige Risikolebensversicherung als Vorsorge für die Hinterbliebenen, in Kombination mit einer reinen Sparanlage für die Rente, ist oft die bessere Lösung, als eine Kapitallebensversicherung. Risikolebensversicherungen kann man bei vielen Direktversicherern, zu fairen Beiträgen, abschließen.

Sehr drastisch formulierte es das Magazin DER SPIEGEL schon vor einigen Jahren. DER SPIEGEL bezeichnete im März 1998 unter der Überschrift, Legaler Betrug ? die Kapitallebensversicherung als Renditegrab. Der undurchsichtige Sparvorgang einer Lebensversicherung erlaubt den Versicherungen einen relativ freien Umgang mit den Versicherungsbeiträgen. Überschüsse werden nicht zum Jahresende, sondern oft erst am Ende der Laufzeit des Versicherungsvertrages gutgeschrieben. So kann es vorkommen, dass ein schlechtes Jahr, alle guten Vorjahre ruiniert und eventuell bis zur Pleite der Versicherungsgesellschaft führt.


In einem Prozess vor dem Hamburger Landgericht gewann der Bund der Versicherten schon 1983 gegen den Verband der Lebensversicherungsunternehmen . Der Bund der Versicherten hatte in seiner Informationsbroschüre mit dem Titel: "Versicherung - ja, aber ..." geschrieben: "Die Lebensversicherung zur Altersvorsorge ist ein legaler Betrug". Im Juni 1983 wies das Landgericht Hamburg die Klage ab und gab so dem Bund der Versicherten quasi Recht.


Große Aktienbestände der Unternehmen und lange Talfahrten an den Börsen brachten viele Versicherungsgesellschaften in die Problemzone. Die Folge waren große Verluste. Man half sich mit Bilanztricks, um Pleiten zu verhindern. Das HGB gestattet, die Aktienpakete quasi mit dem Einkaufswert in den Büchern auszuweisen. So entstehen stille Lasten.

Eine der weltweit größten Ratingagenturen, Fitch-Ratings, hat 106 deutsche Versicherer, die Kapitallebensversicherungen anbieten, 2003 getestet und zeichnet ein düsteres Bild.


Fitch-Ratings
"Wir gehen davon aus, dass diese stillen Lasten in den Jahresabschlüssen 2002 bei rund 45-50 Milliarden liegen werden. Müssten die Versicherer diese stillen Lasten komplett abschreiben, und davon muss man ausgehen auf Basis heutiger Information, dann ist diese Situation existenzbedrohend."
Die Durchschnittsverzinsung liegt derzeit bei ca 4 Prozent, die gesetzlich garantierte Mindestverzinsung bei 2.25 Prozent.


Fitch-Ratings
"Wir erwarten auf Grund der schlechten Situation auf den Kapitalmärkten, dass hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und die Versicherer gezwungen sind, auch für nächstes Jahr die Gewinnbeteiligung weiter zu senken. Das bedeutet, dass ein Großteil auf die Mindestverzinsung herunter gehen muss."



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